Lohnbearbeitung — Auf einen Blick
Vollstaendiger Leitfaden zum MM-Subcontracting-Prozess in SAP S/4HANA
MM vs. PP — Abgrenzung
Lohnbearbeitung (MM) vs. Fremdbearbeitung (PP): Wann welcher Prozess? Bestellung vs. Fertigungsauftrag.
GrundlagenStammdaten
Materialstamm, Stueckliste, Infosatz, Lieferant, MRP-Bereich — die 6 Objekte die stehen muessen.
PflichtProzessablauf
Planauftrag → Sekundaerbedarf → LP-Einteilung → EWM-Versand → WE → Rechnung.
KernMRP Live Kompatibilitaet
Funktioniert Lohnbearbeitung mit MRP Live? Ja — aber mit einer kritischen Einschraenkung.
Kritisch6 Standard-Varianten
Klassisch, Direktlieferung, Mehrstufig, Lieferplan, Chargen, Konsignation — alle im Standard.
SzenarienBewegungsarten
541, 542, 101, 102, 543, 544 — was passiert wann und warum, mit FI-Buchungslogik.
TechnikInteraktiver Prozessfluss
LP-Abruf → Lieferung → WE → Lager → Konsignation → ZSB-Montage → Finanzbelege. Hover fuer Details.
InteraktivFI-BelegeFiori Apps
Subcontracting Cockpit, Manage POs, Post GR, Monitor Coverage — die neuen Apps.
S/4HANALieferplan + EWM
Kompletter Ablauf: Bedarf → MRP → LP-Einteilung → EWM-Versand → WE + Entnahme. Inkl. Schrott, Inventur, QM.
NeuEWMMM-Lohnbearbeitung vs. PP-Fremdbearbeitung
Zwei Prozesse, zwei Module — der fundamentale Unterschied
Kernunterschied
Bei der Lohnbearbeitung (MM) wird das komplette Produkt extern gefertigt und ueber einen Lieferplan mit Einteilungen gesteuert. Bei der Fremdbearbeitung (PP) werden nur einzelne Arbeitsvorgaenge eines internen Fertigungsauftrags an einen Lieferanten vergeben.
Komplettes Produkt extern
Der Lieferant erhaelt alle Komponenten und liefert das Fertigprodukt. Steuerung ueber Lieferplan mit Einteilungen.
- Lieferplan (SA) mit Positionstyp L
- Stueckliste explodiert auf der LP-Position
- Kein Fertigungsauftrag noetig
- Sonderbeschaffungsart 30
- Sonderbestand O beim Lieferanten
- MRP erzeugt Einteilungen direkt auf dem LP
- Rechnung nur fuer Lohnkosten
Einzelne Arbeitsschritte extern
Nur bestimmte Vorgaenge im Arbeitsplan werden extern vergeben. Fertigungsauftrag bleibt intern.
- Fertigungsauftrag mit externem Vorgang
- Steuerschluessel im Arbeitsplan
- Bestellanforderung aus dem Fertigungsauftrag
- Sonderbeschaffungsart 40
- Material bleibt im eigenen Werk
- Vorgang wird als Dienstleistung bestellt
- Rueckmeldung ueber CO11N
| Kriterium | MM Lohnbearbeitung | PP Fremdbearbeitung |
|---|---|---|
| Steuerungsobjekt | Lieferplan (SA, Pos. L) + Einteilungen | Fertigungsauftrag |
| Sonderbeschaffung | 30 | 40 |
| Komponenten | Ueber BOM auf LP-Einteilung | Ueber Arbeitsplan-Vorgang |
| Bestand beim Lieferanten | Sonderbestand O | Kein Sonderbestand |
| Wareneingang | MIGO (101 + 543) | CO11N Rueckmeldung + MIGO |
| MRP-Bereich noetig | Ja (S/4HANA Pflicht) | Nein |
| Typischer Einsatz | Externe Komplett-Fertigung | Einzelne externe Arbeitsschritte |
Stammdaten — Die Grundlage
Ohne diese 6 Objekte laeuft kein Lohnbearbeitungsprozess
◆ Materialstamm — Fertigprodukt
Das Material, das der Lieferant fertigen soll. Muss als beschaffbares Material mit Sonderbeschaffungsart 30 angelegt sein.
◆ Materialstamm — Komponenten
Alle Rohstoffe und Halbfabrikate, die dem Lieferanten beigestellt werden. Muessen im Werk disponierbar sein.
◆ Stueckliste (BOM)
Definiert welche Komponenten der Lieferant benoetigt. Wird auf der Bestellposition explodiert. Verwendung 5 (Einkauf) oder 1 (Fertigung).
◆ Einkaufsinfosatz
Verbindet Lieferant mit Material und legt Lohnkosten fest. Infosatztyp muss auf Lohnbearbeitung stehen.
◆ Lieferantenstamm
Der Subcontractor als Business Partner mit Lieferantenrolle. Muss der Einkaufsorganisation zugeordnet sein.
★ MRP-Bereich (NEU in S/4HANA)
Pflicht! Pro Lieferant muss ein eigener MRP-Bereich angelegt werden. Dort wird der Beistellbestand separat geplant und disponiert.
Customizing (SPRO)
Die wichtigsten Einstellungen in der Transaktion SPRO
| Bereich | SPRO-Pfad | Einstellung | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Positionstyp L | MM → Einkauf → Lieferplan → Positionstypen | Pos.typ L fuer Lieferplan aktivieren | Standard ausgeliefert |
| Sonderbeschaffung 30 | Produktion → MRP → Beschaffung → Sonderbeschaffung | Schluessel 30 = Lohnbearbeitung | Am Materialstamm zuordnen |
| Sonderbeschaffung 45 | Produktion → MRP → Beschaffung → Sonderbeschaffung | Schluessel 45 = Umlagerung Werk → MRP-Bereich | Fuer Komponentenplanung |
| MRP-Bereiche | Produktion → MRP → MRP-Bereiche → Anlegen | Typ "Lieferant" pro Subcontractor anlegen | S/4HANA Pflicht! |
| Stuecklistenverw. | Logistik Allgemein → Stueckliste | Verwendung 5 (Einkauf) definieren | Falls separate Einkaufs-BOM |
| BwA 541/543 | MM → Bestandsfuehrung → Bewegungsarten | 541 + 543 pruefen/aktivieren | Standard ausgeliefert |
| Kontenfindung | MM → Bewertung → Kontenfindung | Konten fuer BwA 101 (WE) und 543 (Verbrauch) | Abstimmung mit FI/CO |
MRP-Bereiche (Dispobereiche) — NEU in S/4HANA
Der wichtigste Unterschied zu ECC bei der Lohnbearbeitung
Pflicht in S/4HANA
In S/4HANA muessen MRP-Bereiche vom Typ "Lieferant" fuer jeden Subcontractor angelegt werden. Ohne MRP-Bereiche gibt es keine saubere Trennung von Beistellbestand und eigenen Bestaenden.
- ⚠ Beistellbestaende und eigene Bestaende werden im selben Segment angezeigt
- ⚠ MRP kann nicht erkennen, welche Mengen beim Lieferanten liegen
- ⚠ Doppelbeschaffung ist wahrscheinlich
- ⚠ Keine separate Planung pro Lieferant
- ⚠ MD04 zeigt alles in einem Topf
2. Typ: Lieferant waehlen, Werk zuordnen
3. Lieferant/Werk-Kombination hinterlegen
4. Sonderbeschaffungsschluessel 45 pflegen (Umlagerung Werk → MRP-Bereich)
5. Kein Materialstamm-Eintrag noetig — MRP ordnet automatisch zu!
6. MRP-Lauf (MD01N) pruefen — Umlagerungsanforderungen muessen im MRP-Bereich erscheinen
Prozessablauf — Lieferplan mit Einteilungen
Von Planauftrag ueber Sekundaerbedarf und LP-Einteilung bis WE und Rechnung
1. Planauftrag
Uebergeordnete Stufe, erzeugt Sekundaerbedarf
2. Sekundaerbedarf
Lohnb.material (SoBe 30) + ggf. Kundenauftrag
3. LP-Einteilung
MRP schreibt Einteilung auf den LP
4. Versand (EWM)
Auslieferung, Kommissionierung, WA
5. Fertigung
Lieferant fertigt (Komponenten in SoBe O)
6. WE + Entnahme
Produkt rein + Auto-Verbrauch Komp.
7. Rechnung
Nur Lohnkosten aus LP
Bedarfsquellen:
• Planprimaerbedarf (MD61): Geplante Produktionsmengen → Planauftrag → Sekundaerbedarf
• Kundenauftrag (VA01): Zusatzbedarf, der ebenfalls Sekundaerbedarfe fuer das Lohnb.material ausloest
• Prognose/Forecast: Statistische Prognose als Planprimaerbedarf
Wichtig: Das Lohnbearbeitungsmaterial hat Sonderbeschaffungsart 30. MRP erkennt dadurch, dass ein Lieferplan existiert, und schreibt die Einteilungen direkt darauf.
MRP-Logik:
1. Sekundaerbedarf fuer Material mit SoBe 30 erkannt
2. Lieferplan mit Pos. L fuer dieses Material gefunden
3. Einteilung mit Menge und Liefertermin direkt auf dem LP erzeugt
4. BOM-Komponenten werden pro Einteilung mitgefuehrt
5. Komponentenbedarfe im MRP-Bereich des Lieferanten geplant
6. Umlagerungsanforderungen (Werk → MRP-Bereich) entstehen
Transaktionen: ME38 (Einteilungen pflegen), ME84 (Einteilungen freigeben), ME39 (Einteilungen anzeigen)
Was passiert bei BwA 541: Freibestand im Werk sinkt, Sonderbestand O (beim Lieferanten) steigt. Keine FI-Buchung — es ist nur eine Umkontierung innerhalb des eigenen Bestands.
Achtung: Die Umlagerungsanforderungen werden erst beim naechsten MRP-Lauf reduziert, nicht sofort!
BwA 101: Das fertige Lohnbearbeitungsprodukt geht in den Freibestand ein. FI: Bestandskonto an WE/RE-Verrechnungskonto.
BwA 543: Automatisch! Die beigestellten Komponenten im Sonderbestand O werden verbraucht. FI: Verbrauchskonto an Bestandskonto. Keine manuelle Buchung noetig.
Bewegungsarten im Detail
Alle relevanten Bewegungsarten mit Wirkung und FI-Buchungslogik
| BwA | Bezeichnung | Transaktion | Bestandswirkung | FI-Buchung |
|---|---|---|---|---|
| 541 | Umlagerung an Lieferant | MIGO / ME2O | Freibestand ↓ → Sonderbestand O ↑ | Keine (bestandsneutral) |
| 542 | Storno von 541 | MIGO | Sonderbestand O ↓ → Freibestand ↑ | Keine |
| 101 | WE zur LP-Einteilung | MIGO / EWM | Fertigprodukt → Freibestand ↑ | Bestandskto. an WE/RE-Kto. |
| 102 | Storno von 101 | MIGO | Freibestand ↓ (+ Storno 543) | Umkehrung |
| 543 | Verbrauch Beistellkomponenten | Automatisch bei 101 | Sonderbestand O ↓ (verbraucht) | Verbrauchskto. an Bestandskto. |
| 544 | Storno von 543 | Automatisch bei 102 | Sonderbestand O ↑ (zurueckgebucht) | Umkehrung |
Klassischer Kreislauf: 541 → 101 → 543
541 sendet Komponenten, 101 empfaengt das Produkt, 543 verbraucht automatisch die Komponenten. Das ist der Kern jeder Lohnbearbeitung.
SAP Fiori Apps fuer Lohnbearbeitung
Die neuen Apps, die klassische Transaktionen ersetzen
Subcontracting Cockpit
Zentrale Uebersicht ueber alle Lohnbearbeitungsbelege mit Filter nach Lieferant, Komponente, Status
Manage Scheduling Agreements
Lieferplaene anlegen, Einteilungen pflegen, BOM pruefen
Post Goods Receipt
WE fuer Lohnbearbeitungsbestellungen buchen
Monitor Material Coverage
Bedarfs-/Bestandsliste Live — MRP-Bereiche sichtbar
Stock — Multiple Materials
Bestandsuebersicht inkl. Sonderbestand O
Create Supplier Invoice
Rechnungspruefung fuer Lohnkosten
MRP Live & Lohnbearbeitung
Funktioniert es? Ja — aber mit einer kritischen Einschraenkung
Kernproblem: BwA 541 aktualisiert Umlagerungsanforderungen nicht sofort
Wenn Komponenten per 541 an den Lieferanten gehen, werden die zugehoerigen Umlagerungsanforderungen (Transfer Requirements) nicht sofort reduziert. Erst beim naechsten MRP-Live-Lauf. Das kann zu Doppelbeschaffungen fuehren.
Loesung: MRP-Bereiche pro Lieferant sind Pflicht
Lieferantenspezifische MRP-Bereiche trennen Planung, Bestaende und Bedarfe sauber. MRP Live plant Komponenten separat fuer jeden Subcontractor.
Das Problem
- Beistellbestaende und eigene Bestaende im selben Segment
- MRP erkennt nicht was beim Lieferanten liegt
- Doppelbeschaffung wahrscheinlich
- Bestandstransparenz verloren
- MD04 zeigt alles in einem Topf
Die Loesung
- Sonderbestand O dem MRP-Bereich zugeordnet
- Eigene Dispoparameter pro Lieferant
- Umlagerungsanforderungen Werk → MRP-Bereich
- Transparente MD04-Sicht pro Lieferant
- Automatische Zuordnung im MRP-Lauf
MRP Live — Technische Details
Was MRP Live kann und was nicht
| Aspekt | Verhalten | Hinweis |
|---|---|---|
| MRP-Lauf (MD01N) | Erzeugt LP-Einteilungen (Pos. L) + Umlagerungsanforderungen fuer Komponenten zum MRP-Bereich | SoBe 30 am Material + LP erforderlich |
| Komponentenplanung | Separat im MRP-Bereich. SoBe 45 = Umlagerung Werk → MRP Area | Z4 als kundeneigener Schluessel moeglich |
| BwA 541 Timing | Umlagerungsanforderungen erst beim naechsten MRP-Lauf reduziert | Bekannte Einschraenkung! |
| MRP-Liste (MD05) | Wird von MRP Live NICHT geschrieben | MD04 als Live-Alternative |
| pMRP (Predictive) | Simulation und Was-waere-wenn fuer Lohnbearbeitungsbedarfe | Ab S/4HANA 2021 |
| Erstellkennzeichen Einteilungen | In MD01N nicht unterstuetzt | Allg. MRP-Live-Einschraenkung |
Praxis-Empfehlung
6 Regeln fuer erfolgreiche Lohnbearbeitung mit MRP Live
1. MRP-Bereiche — keine Ausnahmen
Fuer jeden Subcontractor einen eigenen MRP-Bereich anlegen. Auch wenn es nur einer ist. Das ist der S/4HANA-Standard.
Pflicht2. MRP Live haeufig laufen lassen
Mindestens 1x taeglich, idealerweise nach jeder groesseren 541-Buchung. So werden Umlagerungsanforderungen zeitnah abgeglichen.
Performance3. SoBe 45 sauber pflegen
Sonderbeschaffungsschluessel 45 (Umlagerung Werk → MRP-Bereich) muss fuer alle Komponenten korrekt zugeordnet sein.
Customizing4. Subcontracting Cockpit nutzen
Die Fiori-App ersetzt ME2O und bietet bessere Filter, Live-Daten und mobilfaehige Bedienung.
Fiori5. MD04 statt MD05
MRP Live schreibt keine MRP-Listen. MD04 (Bedarfs-/Bestandsliste) zeigt immer den aktuellen Stand.
Monitoring6. BAdI fuer Auto-MRP pruefen
Erweiterung pruefen, um nach BwA 541 automatisch einen MRP-Lauf fuer den betroffenen MRP-Bereich auszuloesen.
Erweiterung6 Standard-Varianten der Lohnbearbeitung
Welche Szenarien sind im S/4HANA-Standard moeglich?
Klassische Lohnbearbeitung
Standard-Szenario mit LieferplanPlanauftrag erzeugt Sekundaerbedarf, MRP schreibt Einteilung auf den Lieferplan, Komponenten werden beigestellt, Lieferant fertigt und liefert zurueck.
→ MRP → LP-Einteilung (Pos. L)
→ EWM OBD → WA 541 → Fertigung
→ WE 101 + 543 → MIRO
Direktlieferung an Subcontractor
Third-Party SubcontractingKomponenten kommen nicht aus Ihrem Lager, sondern von einem Drittlieferanten direkt an den Subcontractor.
→ Einteilungen auf beiden LPs
→ Lieferadresse = Subcontractor
→ WE Produkt
Mehrstufige Lohnbearbeitung
Multi-Level SubcontractingLieferant A fertigt ein Halbfabrikat, das dann an Lieferant B fuer die Endfertigung weitergegeben wird.
→ WE Halbfabrikat
Best. 2: Subcon B (HALB → FERT)
→ WA HALB an B (541) → WE FERT
Lohnbearbeitung mit Lieferplan
Scheduling AgreementFuer wiederkehrende Lohnbearbeitung: Rahmenvertrag (Lieferplan) mit Pos. L. Planauftraege erzeugen Sekundaerbedarfe, MRP schreibt direkt Einteilungen — keine BANF.
→ MRP → LP-Einteilung (keine BANF)
→ EWM OBD → WA 541 (SoBe O)
→ WE 101 + 543 → MIRO
Lohnbearbeitung mit Chargen
Batch ManagementChargenpflichtige Materialien: Chargen bei 541 angeben, beim WE (101/543) korrekt verbrauchen.
→ WE 101: Charge Fertigprodukt
→ BwA 543: Chargenverbrauch Komp.
Konsignations-Lohnbearbeitung
Consignment + SubcontractingKomponenten aus Konsignationsbestand (K) des Lieferanten werden dort verarbeitet und als Produkt zurueckgeliefert.
→ Umlagerung K → O
→ Fertigung → WE Produkt
→ Konsignationsabrechnung
Entscheidungsmatrix
Welche Variante passt zu Ihrem Szenario?
| Kriterium | 01 Klassisch | 02 Direkt | 03 Mehrstufig | 04 Lieferplan | 05 Chargen | 06 Konsign. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Haeufigkeit | Einmalig/selten | Einmalig | Komplex | Wiederkehrend | Variabel | Selten |
| Logistik-Aufwand | Mittel | Gering | Hoch | Gering | Mittel | Mittel |
| Komplexitaet | Niedrig | Mittel | Hoch | Niedrig | Mittel | Hoch |
| Branche | Allgemein | Allgemein | Automotive, Maschinen | Serienfertigung | Pharma, Food | Automotive |
| MRP-Bereiche | 1 pro Lief. | 1 pro Lief. | 2+ pro Lief. | 1 pro Lief. | 1 pro Lief. | 1 pro Lief. |
Lohnbearbeitung mit Lieferplan — Kompletter Ablauf
Scheduling Agreement (ME31L, Pos. L) mit EWM-gesteuertem Versand
Ablauf: Planauftrag → Sekundaerbedarf → LP-Einteilung
Ein uebergeordneter Planauftrag erzeugt Sekundaerbedarfe fuer das Lohnbearbeitungsmaterial. MRP erkennt den bestehenden Lieferplan (Scheduling Agreement) und schreibt automatisch Einteilungen (Schedule Lines) — keine BANF, keine manuelle Bestellung. Zusaetzliche Kundenauftraege fliessen als Zusatzbedarf ein.
Prozessschritte im Detail
1. Planauftrag
Uebergeordnete Stufe erzeugt Sekundaerbedarf
2. Sekundaerbedarf
Bedarf fuer Lohnbearbeitungsmaterial (+ ggf. Kundenauftrag)
3. MRP → Einteilung
MRP erzeugt LP-Einteilung direkt (keine BANF)
4. LP-Einteilung
Menge + Termin + BOM-Komponenten
5. Versandvorbereitung
EWM: Auslieferung, Kommissionierung
6. Versand → SoBe O
WA Beistellung, Konsignation beim Lieferant
7. WE + Entnahme
Fertigprodukt rein, Komponenten automatisch raus
8. Rechnung
Lohnkosten aus LP
Stufe 1 — Uebergeordneter Planauftrag:
• Ein Planauftrag (Planned Order) fuer ein uebergeordnetes Fertigprodukt wird in MRP erzeugt
• Quelle: Planprimaerbedarf (MD61), Kundenauftrag (VA01), Forecast
• Die Stueckliste des Fertigprodukts enthaelt das Lohnbearbeitungsmaterial als Komponente
Stufe 2 — Sekundaerbedarf:
• MRP loest den Planauftrag auf und erzeugt Sekundaerbedarfe fuer alle BOM-Komponenten
• Das Lohnbearbeitungsmaterial (SoBe 30) wird als Sekundaerbedarf erkannt
• MRP sieht: SoBe 30 + Lieferplan vorhanden → direkte Einteilung auf dem LP
Zusatzbedarf — Kundenauftrag:
• Kundenauftraege koennen zusaetzlichen Bedarf fuer das Lohnbearbeitungsmaterial erzeugen
• Dieser Bedarf wird ebenfalls direkt als LP-Einteilung abgebildet
• Keine BANF, keine manuelle Bestellung — alles laeuft ueber den Lieferplan
Wichtig: Es werden keine BANFen erzeugt! MRP erkennt den bestehenden Lieferplan und schreibt die Einteilungen direkt darauf. Voraussetzung: Erstellkennzeichen im LP-Customizing korrekt gesetzt.
1. MRP erkennt Sekundaerbedarf fuer Material mit SoBe 30
2. Prueft ob ein Lieferplan mit Pos. L fuer dieses Material existiert
3. Erzeugt direkt eine Einteilung (Schedule Line) mit Menge und Liefertermin auf dem LP
4. Gleichzeitig: Komponentenbedarfe werden im MRP-Bereich des Lieferanten geplant
5. Umlagerungsanforderungen (Werk → MRP-Bereich) fuer Komponenten entstehen
Kein manueller Schritt noetig! Der gesamte Weg von Planauftrag → Sekundaerbedarf → LP-Einteilung → Komponentenplanung laeuft automatisch im MRP-Lauf.
Erstellkennzeichen: Im Lieferplan-Customizing muss das Erstellkennzeichen fuer Einteilungen korrekt gesetzt sein (z.B. automatisch durch MRP). Ohne dieses Kennzeichen erzeugt MRP keine Einteilungen!
• Einteilungsmenge: Wie viel des Fertigprodukts geliefert werden soll
• Lieferdatum: Wann die Lieferung erwartet wird
• Stuecklistenpositionen: Die BOM-Komponenten werden pro Einteilung mitgefuehrt — Mengen berechnet aus Einteilungsmenge × BOM-Koeffizient
• Lieferadresse: Adresse des Subcontractors
Transaktionen:
• ME38 — Einteilungen pflegen (Lieferplaneinteilungen anzeigen/aendern)
• ME84 — Liefereinteilungen freigeben (Forecast- und JIT-Abrufe)
• ME39 — Einteilungen anzeigen
In S/4HANA Fiori: App Manage Scheduling Agreements (F3067) fuer die zentrale Pflege.
Direkter Warenausgang per MIGO (BwA 541) zur Lieferplaneinteilung — fertig.
Mit EWM:
1. Auslieferung erstellen: VL10B (Sammelverarbeitung) oder VL01N — Outbound Delivery (OBD) zur LP-Einteilung
2. EWM Outbound Delivery Order (ODO): Wird automatisch aus der ERP-Auslieferung erzeugt
3. Warehouse Task (WT): Auslagerung aus dem Quelllagerplatz — Kommissionierung
4. Picking: Physisches Kommissionieren der Komponenten im Lager
5. Packing (optional): Verpackung der Beistellkomponenten
6. Warenausgang: WA-Buchung (BwA 541) — Komponenten gehen in Sonderbestand O
EWM-Transaktionen: /SCWM/PRDO (Outbound Order), /SCWM/MON (Monitoring), /SCWM/PACK (Verpackung)
Was bedeutet das?
• Die Komponenten gehoeren weiterhin dem eigenen Unternehmen — nur der physische Standort aendert sich
• Im Bestand: Freibestand sinkt, Sonderbestand O (lieferantenspezifisch) steigt
• Keine FI-Buchung bei 541 — es ist eine reine Bestandsumkontierung
• Der Lieferant hat physischen Zugriff, buchhalterisch bleiben es Ihre Bestaende
Monitoring:
• ME2O / Subcontracting Cockpit: Offene Beistellmengen pro Lieferant und Material
• MB52: Bestandsuebersicht nach Sonderbestandskennzeichen O
• MMBE: Bestandsdetails pro Material inkl. SoBe O
EWM-Integration — Warehouse Management
Wie EWM den Lohnbearbeitungsprozess mit Lieferplan steuert
EWM vs. IM
Bei aktivem Extended Warehouse Management (EWM) werden Warenausgaenge und Wareneingaenge nicht direkt per MIGO gebucht, sondern ueber Delivery Documents und Warehouse Tasks gesteuert. Das bringt Kommissionierung, Einlagerung und Lagerverwaltung auf Lagerplatz-Ebene.
WA an Lieferant mit EWM
- Auslieferung (OBD) aus LP-Einteilung erstellen (VL10B/VL01N)
- ODO (Outbound Delivery Order) in EWM automatisch erzeugt
- Warehouse Task fuer Auslagerung — Quelllagerplatz → Versandzone
- Kommissionierung (Pick) — manuell, RF, Pick-by-Voice, Pick-by-Light
- Verpackung (optional) — Handling Units (HU) bilden
- Warenausgang-Buchung — 541 wird gebucht, SoBe O entsteht
- POD (Proof of Delivery) — optional, Abliefernachweis vom Lieferant
WE vom Lieferant mit EWM
- ASN (Advance Shipping Notification) — Avis vom Lieferant (optional)
- Inbound Delivery im ERP anlegen oder aus ASN
- IDR (Inbound Delivery Request) in EWM
- Warehouse Task fuer Einlagerung — Wareneingangszone → Ziellagerplatz
- QM-Pruefung — Prueflos wird beim WE erzeugt (falls aktiv)
- Einlagerung (Putaway) — Strategie: fest, offen, naechster leerer Platz
- WE-Buchung — BwA 101 + automatisch BwA 543 (Komponentenentnahme)
EWM-Buchungstabelle
| Prozessschritt | ERP-Beleg | EWM-Beleg | BwA | EWM-Transaktion |
|---|---|---|---|---|
| Auslieferung erstellen | Outbound Delivery (Lieferschein) | Outbound Delivery Order (ODO) | — | /SCWM/PRDO |
| Kommissionierung | — | Warehouse Task (WT) | — | /SCWM/TO |
| WA Beistellung | Materialbeleg | Goods Issue Posting | 541 | /SCWM/POST |
| Anlieferung erstellen | Inbound Delivery | Inbound Delivery Request (IDR) | — | /SCWM/PRDI |
| Einlagerung | — | Warehouse Task (WT) | — | /SCWM/TO |
| WE Fertigprodukt | Materialbeleg | Goods Receipt Posting | 101 | /SCWM/POST |
| Komponentenentnahme | Materialbeleg | Automatisch | 543 | Automatisch bei 101 |
Warehouse Monitor
Zentrales Monitoring aller Lagerbewegungen, WTs, Auslastung
Outbound Delivery Processing
Auslieferungen verarbeiten, Picking starten, WA buchen
Inbound Delivery Processing
Anlieferungen verarbeiten, Putaway, WE buchen
Stock Overview (EWM)
Bestand pro Lagerplatz, Quant-Ebene, SoBe O sichtbar
2. Lieferungserstellung: Auslieferungstyp fuer Umlagerung an Lieferant konfigurieren
3. Warehouse Process Type: Prozesstyp fuer Outbound (Beistellung) definieren
4. Lagertypen: Versandzone, Wareneingangszone, Kommissionierbereich einrichten
5. Einlagerstrategien: Putaway-Strategie fuer das Fertigprodukt (WE) festlegen
6. Sonderbestand O: EWM muss Sonderbestand O verwalten koennen — Quant-Management
Stuecklistenpositionen in der Einteilungsstruktur
Wie BOM-Komponenten auf den Lieferplaneinteilungen mitgefuehrt werden
BOM-Explosion auf dem Lieferplan
Bei Positionstyp L explodiert die Stueckliste auf der Lieferplanposition. Jede Einteilung (Schedule Line) erhaelt automatisch die BOM-Komponenten mit berechneten Mengen basierend auf der Einteilungsmenge.
| Element | Quelle | Berechnung | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Einteilungsmenge | MRP / manuell | Nettobedarf fuer Fertigprodukt | 100 Stueck FERT |
| Komponentenmenge | BOM-Koeffizient | Einteilungsmenge × Menge lt. BOM | 100 × 2,5 = 250 Stueck ROH1 |
| Lieferdatum | MRP / Terminierung | Bedarfstermin abzgl. Wiederbeschaffungszeit | 15.03.2026 |
| Beistelldatum | Vorlaufzeit | Lieferdatum abzgl. Fertigungszeit beim Lieferant | 08.03.2026 |
• Zeigt alle BOM-Positionen fuer die gewaehlte Einteilung
• Mengen werden automatisch aus der Einteilungsmenge berechnet
• Lagerort der Beistellung kann pro Komponente angepasst werden
• Mengen koennen manuell korrigiert werden (z.B. bei Ausschusszuschlag)
• Fixierte Komponenten bleiben auch bei Einteilungsaenderung erhalten
Achtung: Wenn die Stueckliste geaendert wird, muss die Komponentenuebersicht auf dem Lieferplan manuell aktualisiert werden (Button "BOM neu explodieren" in ME32L).
Beispiel:
• Einteilung 1: 500 Stk FERT am 05.03. → Komponenten: 1.250 ROH1, 500 ROH2
• Einteilung 2: 300 Stk FERT am 12.03. → Komponenten: 750 ROH1, 300 ROH2
• Einteilung 3: 400 Stk FERT am 19.03. → Komponenten: 1.000 ROH1, 400 ROH2
Die Beistellung (541) kann:
• Pro Einteilung einzeln erfolgen
• Fuer mehrere Einteilungen gebuendelt werden
• Die Auslieferung (OBD) buendelt Mengen aus mehreren Einteilungen
Wareneingang & Komponentenentnahme
Basis fuer WE (101) und automatische Entnahme (543) aus dem Sonderbestand O
WE zur Lieferplaneinteilung
Das Fertigprodukt geht in den Freibestand ein.
- MIGO oder EWM Inbound Delivery
- Bezug: Lieferplan + Einteilungsnummer
- Menge: Gelieferte Menge des Fertigprodukts
- Lagerort: Ziellagerort fuer das Fertigprodukt
- FI: Bestandskonto an WE/RE-Verrechnungskonto
- QM: Prueflos wird erzeugt (falls QM-Sicht aktiv)
Entnahme aus Sonderbestand O
Die beigestellten Komponenten werden automatisch verbraucht.
- Automatisch bei Buchung von BwA 101
- Mengen: Basierend auf WE-Menge × BOM-Koeffizient
- Sonderbestand O des Lieferanten sinkt
- FI: Verbrauchskonto an Bestandskonto (Komponenten)
- Keine manuelle Buchung noetig
- Bei Ueberlieferung: Mehr Komponenten werden entnommen
Wichtig: Komponentenmengen pruefen!
Die BwA 543 entnimmt basierend auf der aktuellen Stueckliste. Wenn die BOM seit dem Warenausgang (541) geaendert wurde, kann es zu Bestandsdifferenzen kommen. Der tatsaechlich beim Lieferanten verbrauchte Bestand weicht dann vom errechneten Wert ab. Regelmaessiger Abgleich ueber ME2O oder Lieferantenkonsignationsinventur empfohlen.
2. Inbound Delivery: Anlieferung im ERP anlegen (zur LP-Einteilung) oder aus ASN
3. EWM IDR: Inbound Delivery Request wird automatisch an EWM gesendet
4. Entladen: Warehouse Task vom WE-Tor zum Identifikationspunkt
5. QM-Pruefung: Prueflos, ggf. Sperreinlagerung in QM-Lagertyp
6. Putaway: Warehouse Task vom WE-Bereich zum Ziellagerplatz
7. WE-Buchung: BwA 101 wird gebucht → automatisch BwA 543
Ergebnis: Fertigprodukt ist eingelagert, Komponenten aus SoBe O sind verbraucht.
• WE-Menge < Einteilungsmenge → Einteilung bleibt offen
• Nur anteilige Komponentenentnahme (543) basierend auf WE-Menge
• Restmenge kann spaeter geliefert werden
Ueberlieferung:
• WE-Menge > Einteilungsmenge → nur moeglich wenn Toleranz gepflegt
• Ueberlieferungstoleranz am Lieferplan oder Materialstamm
• Komponentenentnahme (543) basiert auf der hoeheren WE-Menge!
• Kann zu negativem SoBe O fuehren wenn nicht genug beigestellt wurde
Zusaetzliche Prozesse — Schrott, Inventur, QM
Sonderprozesse rund um die Lohnbearbeitung mit Lieferplan
⚠ Schrott beim Lieferanten
Wenn der Lieferant Komponenten verschrottet oder Ausschuss produziert, muss der Sonderbestand O korrigiert werden.
BwA 542: Storno WA an Lieferant
Verschrottung: Entnahme aus SoBe O → Verschrottung buchen
Alternative: Nachlieferung der verschrotteten Menge per neuer 541-Buchung
◆ Inventur beim Lieferanten
Regelmaessiger Abgleich der Sonderbestaende O beim Subcontractor — Pflicht fuer korrekte Bewertung.
MI04: Inventurzaehlung eingeben
MI07: Inventurdifferenzen buchen
MI20: Inventurliste drucken — an Lieferant senden
Empfehlung: Quartalsweise oder bei jeder groesseren WE-Buchung
✓ Qualitaetsmanagement (QM)
QM-Pruefung beim Wareneingang des Fertigprodukts — automatische Prueflosbildung.
QA32: Prueflos bearbeiten — Verwendungsentscheid treffen
Sperrbestand: Material kann in QM-Sperrbestand gehen bis VE getroffen
EWM: QM-Lagertyp fuer Sperreinlagerung bei Pruefung
VE: Verwendungsentscheid (Annahme/Ablehnung/Nacharbeit)
Detailprozesse
1. Lieferant meldet: 50 Stk von ROH1 verschrottet
2. MIGO: BwA 542 (Storno 541) fuer 50 Stk ROH1, Referenz: LP-Einteilung
3. Alternativ: Spezielle Verschrottungsbuchung aus SoBe O
4. Nachlieferung: Neue 541-Buchung fuer Ersatzmenge
5. Kostenverrechnung: Kosten dem Lieferant belasten (FI-Buchung oder Gutschrift kuerzen)
Szenario 2 — Ausschuss beim Fertigprodukt:
1. WE mit reduzierter Menge (Teillieferung)
2. BwA 543 entnimmt nur anteilig Komponenten
3. Verbleibende Komponenten: Beim Lieferanten fuer Nachfertigung oder zurueckfordern
4. Inventurdifferenzen beim naechsten SoBe-O-Abgleich klaeren
• Werk, Lagerort, Sonderbestandskennzeichen O, Lieferant
• Alle Materialien im SoBe O des Lieferanten werden aufgenommen
2. Inventurliste drucken (MI20):
• Liste an den Lieferanten senden — Lieferant zaehlt physisch
3. Zaehlung eingeben (MI04):
• Gezaehlte Mengen vom Lieferanten eintragen
• System vergleicht Buchbestand vs. Zaehlbestand automatisch
4. Differenzen buchen (MI07):
• Fehlmengen: Entnahme aus SoBe O (Schwund, Schrott)
• Mehrmengen: Zubuchung in SoBe O (selten, muss geprueft werden)
• FI: Inventurdifferenzenkonto wird bebucht
Empfehlung: Vor Jahresabschluss ist die SoBe-O-Inventur Pflicht fuer korrekte Bestandsbewertung.
1. WE buchen (MIGO / EWM):
• BwA 101 zur Lieferplaneinteilung
• System erzeugt automatisch ein Prueflos
• Material geht in Qualitaetspruefbestand (nicht Freibestand!)
2. Pruefung durchfuehren (QA32):
• Pruefmerkmale erfassen (Masse, Optik, Funktion, etc.)
• Probeentnahme oder 100%-Pruefung je nach Pruefplan
3. Verwendungsentscheid (QA32):
• Annahme: Material wird in Freibestand umgebucht
• Ablehnung: Retoure an Lieferant, Gutschrift, Verschrottung
• Nacharbeit: Ruecksendung an Lieferant zur Nachbearbeitung
EWM-Besonderheit: Bei QM-Pruefung wird das Material in einen dedizierten QM-Lagertyp eingelagert. Erst nach positivem VE erfolgt die Umlagerung in den regulaeren Lagerbereich.
Bewegungsarten — Sonderprozesse
| BwA | Prozess | Beschreibung | SoBe O Wirkung | FI-Buchung |
|---|---|---|---|---|
| 542 | Schrott / Storno | Storno WA an Lieferant | SoBe O ↓ → Freibestand ↑ | Keine (bestandsneutral) |
| 544 | Schrott | Storno Komponentenentnahme | SoBe O ↑ | Storno Verbrauchsbuchung |
| 561 | Inventurdifferenz | Zugang SoBe O (Inventur) | SoBe O ↑ | Inventurkonto an Bestandskonto |
| 562 | Inventurdifferenz | Abgang SoBe O (Inventur) | SoBe O ↓ | Bestandskonto an Inventurkonto |
| 321 | QM | Umbuchung QM-Bestand → Frei | — | Keine (innerhalb Bestand) |
| 322 | QM | Umbuchung Frei → QM-Bestand | — | Keine (innerhalb Bestand) |
| 551 | Verschrottung | Verschrottung aus SoBe O | SoBe O ↓ | Aufwandskonto an Bestandskonto |
Lieferplan + EWM — Prozess-Flowchart
End-to-End Visualisierung: Bedarf → MRP → Einteilung → EWM-Versand → WE
Lohnbearbeitung mit Lieferplan + EWM
Interaktive Prozesskarte
Hover ueber Knoten und Verbindungen fuer Details — wer ist mit wem verbunden, welche Transaktionen und Bewegungsarten fliessen wohin
Finanzbelege — Kontierung im Detail
Keine FI-Buchung
Bestandsumkontierung: Freibestand → Sonderbestand O. Material bleibt Ihr Eigentum.
Bestand an WE/RE
ZSB-Produkt geht in den Freibestand. Bewertung zum Standardpreis oder gleitendem Durchschnitt.
Verbrauch an Bestand
Automatisch bei WE: Komponenten aus SoBe O verbraucht. Pro Stuecklistenposition berechnet.
WE/RE an Kreditor
Nur Lohnkosten — nicht Materialwert der Komponenten. Bezug: LP-Einteilung.
PRD-Konto
Differenz zwischen Standardpreis und tatsaechlichem Preis auf Preisdifferenzenkonto.
Quellen & weiterfuehrende Links
Offizielle SAP-Dokumentation und Community-Ressourcen
The Ultimate Guide to Subcontracting
SAP Community — umfassendster Community-Beitrag zum Thema
SAP CommunityMRP Areas fuer Subcontracting
SAPinsider — Implementierung des vereinfachten Prozesses
SAPinsiderLohnbearbeitung Ueberblick
CONSILIO GmbH — kompakter deutschsprachiger Ueberblick
DeutschSubcontracting Playbook
PortSAP — Schritt-fuer-Schritt-Anleitung mit Screenshots
PlaybookSAP Learning — Lohnbearbeitung
Offizieller SAP-Kurs mit Uebungen
OffiziellCustomizing & Stammdaten
ososoft — detaillierte Anleitung zu SPRO-Einstellungen
Customizing